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09.05.2017 - 11:59 Uhr

Projekt „MENToREE“: Auftakt und Fortbildung

Steinheim (red). „Über Integration reden und diskutieren ist wichtig. Aber noch viel wichtiger ist es, anzupacken und etwas zu bewegen“, findet Martin Besse. Deshalb ist der 28-jährige Warburger beim interkulturellen Projekt „MENToRee“ des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Höxter dabei. Am kommenden Samstag, 13. Mai, findet ab 10 Uhr eine Auftaktveranstaltung des Projekts im Evangelischen Gemeindezentrum in Steinheim, Pyrmonter Straße 9, statt.

„Hierzu sind alle Projektteilnehmer und auch interessierte Bürger herzlich eingeladen“, sagen Verena Weber und Filiz Elüstü vom Kommunalen Integrationszentrum. Sie stellen das Projekt vor und führen eine Mentorenschulung durch. Anschließend findet die Fortbildung „Interkulturelle Kompetenz und Kommunikation“ statt. Referentin ist die Kommunikationstrainerin Sarah Saf. Neben den Tandems sind auch interessierte Bürger herzlich eingeladen.

„Das Programm ‚MENToRee‘ zielt darauf ab, dass die Mentoren Kindern und Jugendlichen zum Beispiel dabei helfen, alltägliche Herausforderungen zu bewältigen, Sprachkenntnisse zu verbessern und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken“, erklären die Projektbetreuerinnen Filiz Elüstü und Verena Weber vom Kreis Höxter. „Die Mentoren begleiten und beraten die Heranwachsenden – im Projekt ‚Mentees‘ genannt – auf ihrem Schul-, Berufs- und Lebensweg.“

So wie Martin Besse. Gemeinsam mit seinem Mentee Juan, der vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen ist, macht er Sport, geht Eis essen und hilft ihm beim Deutsch lernen. Auch beim traditionellen Warburger Diemellauf gingen sie als Team an den Start. „Wir verstehen uns super. Es freut mich sehr, dass ich Juan mit unseren gemeinsamen Aktivitäten eine kleine Freude machen kann“, sagt Martin Besse. Die Unternehmungen seien ein für den jungen Syrer eine willkommene Abwechslung zum Leben in der Flüchtlingsunterkunft.

Besonders begeistert ist er von der Motivation, mit der Juan Deutsch lernt und sich integrieren möchte. „Er hat sich bereits viele Sprachkenntnisse selbst beigebracht. Es ist ihm sehr wichtig, möglichst schnell eine Arbeit zu finden und sich eine Perspektive aufzubauen“, sagt der Psychologe. 

Martin Besse ist vom Konzept des Projekts „MENToRee“ überzeugt. „Ich habe bereits in einer Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gearbeitet. Aber die Möglichkeit, eine einzelne Person ganz gezielt bei ihrem Start in Deutschland zu unterstützen und dann auch ihre Fortschritte zu sehen, macht für mich dieses Projekt so spannend. Außerdem wird man sehr gut durch das Team des Kommunalen Integrationszentrums begleitet“, so Besse.

Auch seine Mutter konnte er begeistern. „Als pensionierte Lehrerin arbeitet sie bereits seit längerem ehrenamtlich mit Flüchtlingen. Ich habe ihr von den vielen Vorteilen erzählt. Nun macht sie auch bei dem Projekt mit und begleitet mehrere Frauen“, so Martin Besse. Wer gerne bei dem Projekt „MENToREE“ mitmachen möchte, erhält nähere Informationen im Internet unter www.integration.kreis-hoexter.de oder bei Filiz Elüstü (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Telefon: 05271/ 965-3612) und bei Verena Weber (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Telefon: 05271/ 965-3604) vom Kreis.

Foto: Kreis Höxter

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